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5. September 2016

Italien, Tag 5 (5.9.2016)

Heute ist es bewölkt, es hat aber am Morgen bereits schwüle 24 Grad (gefühlt 29). Wir fahren nach Ravenna, wo wir den Vantourer auf einem Parkplatz in Zentrumsnähe abstellen.

 

Die Stadt mit rund 160.000 Einwohnern sieht eher mittelmäßig aus. Aber Ravenna ist einzigartig aufgrund zahlreicher Kulturdenkmäler, die zu mehreren Eintragungen in der UNESCO-Liste geführt haben. Wir gehen als erstes zur Basilica di San Vitale, wo wir Kombi-Eintrittskarten für 5 Attraktionen kaufen. Als erstes besichtigen wir die Basilica, wo ich die Gelegengeit nutze, mal wieder das Fischauge einzusetzen.

 

Gleich neben der Basilica befindet sich das Mausoleo di Galla Placidia. Ich lege das Stativ, das nicht verwendet werden darf, auf meine umgehängte Fototasche und klemme es am Tragegurt fest. Während ich fotografiere, fällt das Stativ zu Boden, wobei es um Haaresbreite meine Zehen verfehlt. Es trifft so unglücklich auf dem Steinboden auf, dass der Stativkopf beschädigt wird. Da ich erst in Wien Ersatz beschaffen kann, wird mein Stativ für den Rest der Reise nicht mehr im Einsatz sein.

 

Ein Spaziergang durch die Stadt bringt uns zur Basilica di Sant'Apollinare Nuovo.

 

Danach gehen wir zum Museo Arcivescovile, wo fotografieren leider verboten ist, sowie zur Battistero Neoniano.

 

Nach einem Imbiss im Vantourer fahren wir zur Basilica di Sant'Apollinare in einem Vorort von Ravenna.

 

Danach fahren wir nach Rimini. Es ist viel Verkehr, und die Mopedfahrer, die sich links und rechts vorbeischlängeln, machen die Fahrt sehr anstrengend. In der Nähe der Ruine des römischen Amphitheaters befindet sich ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz.

 

Wir machen einen Spaziergang durch die Altstadt.

 

Anschließend fahren wir rund 15 km nach Serravalle in San Marino. Die Koordinaten der Promobil-Stellplatz-App führen uns bloß in die Stadt, erst mit Hilfe von Google Maps finden wir das Olympia-Stadion, auf dessen Parkplatz wir heute übernachten.

 

Kilometerstand: 912 km.




4. September 2016

Italien, Tag 4 (4.9.2016)

Heute möchten wir eine der größten Städte dieser Reise besuchen: Bologna mit ca. 380.000 Einwohnern. Um möglichst wenig Verkehr zu haben, stehen wir bereits um 6 auf und fahren um 7 ab. In Bologna muss eine Citymaut bezahlt werden, wenn man in die Innenstadt fahren möchte. Da wir dort aber wahrscheinlich keinen Parkplatz finden würden, fahren wir in die Nähe des Bahnhofs. Nach etwas Suchen entdecken wir einen geeigneten Platz in einer Nebenstraße.

 

Wir spazieren dann in Richtung Zentrum. Noch ist die Temperatur erträglich, aber laut Wettervorhersage wird es heute ähnlich heiß wie gestern.

 

Die Due Torri, die zwei Türme, wurden zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut.

 

Der höhere Turm, der Torre degli Asinelli, ist 97 m hoch. Will man die Aussicht über die Dächer von Bologna genießen, ist zuerst Schwitzen angesagt: es müssen 498 Stufen überwunden werden.

 

Nach dieser Anstrengung haben wir uns eine Pizza in einem Restaurant nahe der Piazza Maggiore redlich verdient.

 

In der Basilica di San Petronio kaufen wir um 2 Euro die Berechtigung, Fotos zu machen (leider nur ohne Stativ).

 

Wir gehen dann noch zur Piazza San Domenico, ...

 

ehe wir uns durch die Via dell'Indipendenza zurück zum Bahnhof und zum Vantourer schleppen (wo ich entgeistert feststelle, dass die gestern beim Interspar gekauften Eislutscher u.a. Mentholgeschmack haben - einfach grauslich!)

 

Wir fahren anschließend über Portomaggiore nach Comacchio. Diese Stadt mit 23.000 Einwohnern wurde auf mehreren Inseln erbaut.

 

Wir verbringen die Nacht auf einem kostenlosen Stellplatz beim Coop-Supermarkt.

 

Kilometerstand: 803 km.
 

3. September 2016

Italien, Tag 3 (3.9.2016)

Nach dem Aufstehen springen wir zuerst einmal ins Meer, ehe wir frühstücken und den Vantourer für die Abfahrt vorbereiten (Stromkabel verpacken, Wasser nachfüllen, kehren, Grauwasser entsorgen).

 

Um 9:30 fahren wir ab. Erstes Ziel: das Castello di Mesola etwa 35 km weiter südlich.

 

Danach besichtigen wir die Abbazia Santa Maria di Pomposa, die noch ein paar Kilometer weiter im Süden liegt.

 

Wir essen Sardinen zu Mittag und machen uns auf dem Weg nach Ferrara (es ist Samstag Nachmittag und die Italiener halten Siesta, so dass im Gegensatz zum Morgen sehr wenig Verkehr ist), wo wir den Wagen auf einem großen Parkplatz knapp außerhalb des Zentrums abstellen.

 

In der Kathedrale kann ich einige Fotos vom Stativ schießen, ehe mich eine Aufsichtsperson darauf hinweist, dass das nicht erlaubt ist (zumindest vermute ich, dass sie das gesagt hat - sie hat Italienisch gesprochen und auf das Stativ gedeutet).

 

Hier die Kathedrale von außen:

 

Das Castello Estense wurde seit 1385 erbaut.

 

Danach gehen wir noch ein paar Hundert Meter weiter zum Palazzo dei Diamanti, ...

 

... ehe wir uns bei 33 Grad Celsius (gefühlt laut WeatherPro-App: 38 Grad) auf den Weg zurück zum Vantourer machen (in dem es noch heißer ist). In der Promobil-App finden wir drei kostenlose Stellplätze in weniger als 30 km Entfernung. Statt lange selbst nach einem geeigneten Platz zu suchen, fahren wir zum nächstgelegenen neben dem Friedhof von Portomaggiore. Außer uns ist ein Wohnwagen da. Wir grillen im Freien Hamburger, dazu gibt es grünen Salat und als Nachtisch eine Tüte Eis.

 

Hier unsere heutige Route:

 

Kilometerstand: 656 km.




2. September 2016

Italien, Tag 2 (2.9.2016)

Als wir (erst, wir hatten nämlich keinen Wecker eingeschaltet) um 7:45 aufstehen, hat es bereits 22 Grad. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Sottomarina und unterbrechen die Fahrt nur, um in einem Lidl einzukaufen.

 

Einmal befürchte ich, dass der Vantourer einen Blechschaden erleidet, als ein Italiener ohne zu schauen in den Kreisverkehr einfährt, in dem wir mit Vorfahrt unterwegs sind, aber es geht gerade noch gut. Ansonsten gibt es über die Fahrt nichts zu erzählen, außer dass wir um 12:30 den Campingplatz Miramare erreichen. Mit der ACSI Campingcard kostet die Übernachtung für ein Reisemobil und zwei Personen in der Nebensaison 17 Euro (sonst würde man 30 Euro und im Sommer 36 Euro bezahlen).

 

Wir bekommen einen schattigen Platz zugewiesen.

 

Wir essen etwas zu Mittag und machen einen Rundgang. Der Campingplatz ist fast zur Gänze ausgebucht, was ich nicht erwartet hatte.

 

Anschließend schwimmen wir im angenehm warmen Meer und legen uns am Sandstrand in die Sonne.

 

Um halb 5 mache ich mich mit dem e-Bike auf den Weg in die Stadt.

 

Eine lange, verkehrsreiche Straße (positiverweise mit einem Radweg), links ein Hotel neben dem anderen, rechts Restaurants, Campingplätze, kostenpflichtige Parkplätze und der Sonnenschirm-übersäte Strand: eine Gegend, in der ich nicht längere Zeit Urlaub machen möchte.

 

Als ich schon zurückfahren möchte, checke ich noch die Landkarte auf dem iPhone. Ich sehe, dass es zu der auf einigen Inseln gebauten Stadt Chioggia nicht weit ist. Ich erreiche sie über eine Brücke. Die Stadt ist von mehreren Kanälen durchzogen und sieht aus wie ein kleines Venedig.

 

Um 18:30 bin ich zurück am Campingplatz, wo wir faschierte Laibchen und Tomatensalat essen.

 

Kilometerstand: 524 km.

1. September 2016

Italien, Tag 1 (1.9.2016)

Wir stehen kurz nach 7 Uhr auf. Während ich darauf warte, dass das Wasser für den Frühstückskaffee kocht, schreibe ich den Tag-0-Eintrag dieses Blogs und lade ihn hoch.

 

Um 9 öffnen Laden und Werkstatt des Campinghändlers Falle. Wir lassen den Vantourer dort, da die Solarpanels aus einer Charge mit einem Produktionsfehler stammen und ausgetauscht werden müssen. Wir bekommen ein Auto geliehen und fahren damit in die Villacher Innenstadt. In einer Nebenstraße finden wir einen Parkplatz und spazieren über eine Draubrücke in Richtung Zentrum.

 

Die Kirche am Stadtpark wird gerade renoviert.

 

Im Stadtpfarrturm steigen wir 233 Stufen hoch (teilweise mit Ampelregelung) und fotografieren die Stadt von oben.

 

Vorbei am Rathaus und durch eine Fußgängerzone erreichen wir wieder die Drau.

 

In der Nähe des Parkplatzes essen wir um 13 Uhr in einem Gasthaus mit dem ungewöhnlichen Namen "Das ist Walter" zu Mittag: 10 Stück Tschevapi mit halbem Fladenbrot "Lepinja" und Zwiebeln, dazu Apfelsaft gespritzt. Leider ist im Gastgarten kein Tisch frei, dafür haben wir die Gaststube für uns allein.

 

Während des Essens kommt der Anruf vom Händler, dass wir den Vantourer abholen können. Es stellte sich heraus, dass der Hersteller (Knaus) einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat: die Heizung war an die Startbatterie angeschlossen (deshalb hatte der Batteriecomputer ihren Stromverbrauch nicht angezeigt). Da wir sie bisher kaum gebraucht hatten (hauptsächlich zum Erhitzen des Wassers im Boiler), hatten wir keine Probleme, aber in der kühleren Jahreszeit könnte es passieren, dass die Batterie geleert wird und der Motor sich nicht mehr starten läßt.

Dieses Problem wurde behoben. Es muss aber auch noch der Solarregler ausgetauscht werden. Da kein geeignetes Gerät lagernd war, vereinbaren wir einen Termin am 30.9. bei unserer Rückfahrt aus Italien.

Nach einem Einkauf (Brot, Wurst, Käse, Obst) und einem Tankstopp machen wir uns auf den Weg nach Italien. Um 15:30 überqueren wir in Thörl-Maglern die Grenze. Wir fahren auf der Bundesstraße in Richtung Udine und biegen dann rechts ab nach Tolmezzo. Hier gibt es einen Telecom Italia-Shop, wo ich eine Sim-Karte fürs iPad und einen derzeit sehr günstigen Internet-Tarif kaufe (19 Euro für 20 GB, dazu 10 Euro für die Sim-Karte). Somit ist der Internet-Zugang kein Problem mehr (sofern eine Mobilfunk-Antenne in der Nähe ist).

Kurz nach 18 Uhr nehmen wir die restlichen 55 km nach Udine in Angriff. Hier gibt es einen kostenlosen Stellplatz für Reisemobile als Teil eines größeren Parkplatzes mit der Möglichkeit zur Ver- und Entsorgung. Außer uns sind drei Reisemobile da, später kommen noch zwei. Hier werden wir die Nacht verbringen.

 

Hier unsere heutige Route: 

 

Kilometerstand: 357.


Italien, Tag 0 (31.8.2016)

Der Ausbau des Vantourer (z.B. eine Kiste auf der Rückbank, die Fototaschen, Rucksäcke und Computer aufnehmen soll) hat länger gedauert als geplant. Es wird noch bis zum Abend daran gearbeitet. Danach muss der Wagen vorbereitet werden: Wassertank füllen, das Gepäck inklusive Vorräten verstauen. Um 22:20 machen wir uns auf den Weg und erreichen kurz vor 1 Uhr Villach.

 
 

Kilometerstand: 212 km.

15. August 2016

Kärnten, Tag 5 (15.8.2016)

Heute schlafen wir lang (bis fast um 7). Als wir wegfahren, fallen ein paar Regentropfen und erzeugen einen Regenbogen.



In Bischofshofen fotografiere ich die Schanze.

 

Danach fahren wir nach Schladming und machen einen Spaziergang durch die Stadt.

 

Gegenüber der Talstation der Planai-Seilbahn essen wir in einem Gasthaus zu Mittag (Frittatensuppe, Schweinsmedaillons mit Kroketten und Salat).


Danach fahren wir ohne weiteren Halt nach Hause, wobei es im Mürztal stark regnet.

14. August 2016

Kärnten, Tag 4 (14.8.2016)

Wir stehen kurz nach 6 auf und machen uns um 7:20 auf den Weg nach Zell am See. Wir tanken und parken dann in der Nähe des Zentrums. Unser Spaziergang durch die Stadt führt uns auch zum Casino beim See.



Um 9:30 brechen wir wieder auf. Bald ist die Glocknerstraße erreicht. Die Maut am 2. Tag beträgt 11 Euro (gestern bezahlten wir 35 EUR). Klarerweise legen wir immer wieder Fotostopps ein.

 

Auf einem kleinen Rastplatz mit Tisch essen wir Kuchen.

 

Es gibt heute etwas mehr Wolken als gestern, aber das Wetter ist wieder herrlich bei angenehmer Temperatur (10 bis 15 Grad).

 

Beim Fuscher Törl sieht man den Gipfel des Großglockners (die linke, etwas niedriger aussehende Spitze).

(FOTO FOLGT)

Um 13:30 fahre ich mit der Panoramabahn auf den 2600 m hohen Schareck.

 

Anschließend fahren wir zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, wo wir über den Panoramaweg zur Swarovski-Warte gehen.

 

Am Abend bleiben wir beim Fuscher Törl stehen und grillen. Leider ziehen dicke Regenwolken auf, so dass heute keine Sonnenuntergangs-Bilder gelingen.

 

Die Nacht verbringen wir auf demselben Platz wie gestern.