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20. September 2013

USA Nordost, Tag 6 (19.9.2013)

Um der morgendlichen Rush Hour in Boston auszuweichen, fahren wir bereits um 6:30 los - nicht früh genug, denn wir geraten auf halbem Weg in einen Stau. Die Fahrt dauert dadurch doppelt so lang als geplant. Gegen 8 Uhr stellen wir unseren weißen Nissan in einer Parkgarage im Zentrum Bostons ab und gehen zum Besucherzentrum im Park "Boston Common".

Hier beginnt der rund vier Kilometer lange Freedom Trail, eine mit einer roten Linie markierte Route, die zu zahlreichen historischen Stätten aus der Zeit des Unabhängigkeitskriegs führt. Am Rand des Boston Common kommen wir am Massachusetts State House, dem Sitz der Staatsregierung, vorbei, das als Vorbild für das Kapitol in Washington und viele Parlamentsgebäude anderer Bundesstaaten diente.

Following the red brick road...

Neben vielen alten Gebäuden liegen auch moderne Hochhäuser des Financial Districts am Freedom Trail.

Im Quincy Market kaufen wir uns einen Imbiss.

Am North End des alten Bostons führt der Freedom Trail über die Charlestown Bridge in den Stadtteil Charlestown.

Der rote Freiheitspfad endet am Obelisk des Bunker Hill Monuments. Dieses Denkmal erinnert an die Schlacht vom 17. Juni 1775, die die Briten mit hohen Verlusten gewannen.

Im Inneren des Denkmals führt eine Wendeltreppe mit 294 Stufen bis an die Spitze. Das nächste Foto zeigt den Blick von dort zum Navy Yard, früher eine Werft, nun ein Museum. Rechts sieht man die USS Constitution. Dieses 1797 gebaute Schiff ist noch immer das Flaggschiff der US-Marine. Wir besichtigen es auf dem Rückweg.

Über den Beacon Hill kehren wir zum Boston Common zurück und gehen weiter zum angrenzenden Park Public Garden. Wie so oft in den USA sind hier zahlreiche Squirrels zu beobachten.

Anschließend gehen wir durch das exklusive Back Bay-Viertel. Vorbei an der Trinity Church und dem John Hancock Tower, dem höchsten Gebäude in Neuengland, gelangen wir zum Einkaufszentrum Prudential Center. Während Christa und Peter auf einen Drink ins Restaurant im 52. Stockwerk des Prudential Tower fahren, besuchen Christian und ich den 50. Stock. Hier befindet sich das Skywalk Observatory, von dem aus man in allen Himmelsrichtungen auf Boston hinunterschauen kann.

Kurz vor 22 Uhr sind wir zurück im Motel in Gloucester. Mein Schrittzähler zeigt 28495 Schritte.

 

19. September 2013

USA Nordost, Tag 5 (18.9.2013)

Das Frühstück im Harbor Hotel in Provincetown ist für amerikanische Verhältnisse ausgezeichnet (es gibt sogar Omelettes). Wir essen so viel, dass wir problemlos ohne Mittagessen auskommen.

Seit dem gestrigen kühlen Tag bin ich leicht verschnupft. Heute gibt es hingegen sogar im Schatten angenehme Temperaturen.

Wir fahren zunächst ins Zentrum von Provincetown und spazieren durch die Stadt. Wie das folgende Foto beweist, gibt es die Firma ACME (American Company Making Everything), bekannt aus diversen Comics mit Bugs Bunny, Wile E. Coyote und anderen, tatsächlich.

Korrektur zu gestern: der Turm am letzten Foto war kein Leuchtturm. Auf dem nächsten Bild ist einer von zwei Leuchttürmen nahe Provincetown aber wirklich zu sehen - aber nur mit einer Lupe, am Horizont etwa ein Viertel der Bildbreite vom linken Fotorand entfernt.

Laut Reiseführer soll es in Eastham eine funktionstüchtige Windmühle geben. Da keine Adresse angegeben ist, versuche ich sie auf der Karte des Navigationssoftware zu finden. Ich habe keinen Erfolg, entdecke aber einen Leuchtturm. Wir halten zum Fotografieren im Parkverbot - aber nicht lang, denn schon bald fährt ein Parkranger vorbei, der uns von dort verscheucht.

Unser nächstes Ziel ist Plymouth, der Ort, an dem die Pilgerväter (und -mütter) von Bord der Mayflower gingen. Gegen 13 Uhr erreichen wir Plimoth Plantation, ein Freilichtmuseum mit dem Nachbau der ersten Siedlung der Pilgrim Fathers. Nach einigen Einkäufen im Gift-Shop besichtigen wir das Museumsdorf.

Anschließend fahren wir ins Zentrum von Plymouth, wo wir der Mayflower II, einem originalgetreuen Nachbau der Mayflower, einen Besuch abstatten.

Außerdem spazieren wir zu einigen weiteren Sehenswürdigkeiten. Im Bild zu sehen ist das an einen Tempel erinnernde Gebäude, unter dem sich der Plymouth Rock befindet, der Felsen, an dem die Mayflower am 21.12.1620 anlegte.

Kurz nach 18 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Boston. Die abendliche Rush-Hour läßt die Fahrt länger dauern als erhofft.

Unangenehm ist allerdings, dass das Hotel, in dem wir übernachten wollten, nur ein freies Zimmer hat (da es bisher keine Probleme gab, hatten wir nicht reserviert). Wir essen bei einem McDonald's in der Nähe und suchen im Internet nach einem Hotel (Murphy schlägt zu: die Internet-Verbindung ist ziemlich schlecht). Manche Seiten lassen für den 18.9. keine Suche mehr zu, vermutlich weil in Europa bereits der 19.9. begonnen hat (Murphy again). Die wenigen Hotels mit freien Zimmern sind sehr teuer oder weit von Boston entfernt (Murphy zum dritten). Schließlich buchen wir zwei Zimmer im Captain's Lodge Motel in Gloucester, ca. 50 Kilometer von Boston entfernt. Dort treffen wir kurz nach halb zehn ein (die Rezeption schließt in diesem Familienbetrieb (?) um 22 Uhr - dieses eine Mal haben wir Murphy ein Schnippchen geschlagen).

 

18. September 2013

USA Nordost, Tag 4 (17.9.2013)

Bei der Internet-Suche nach einem Hotel in Provincetown erhalten wir relativ wenige Ergebnisse, wobei die aufgelisteten Hotels teilweise 30 km und mehr von dieser Stadt am Ende der Halbinsel Cape Cod entfernt liegen. Um kein Risiko einzugehen, buchen wir gleich am Morgen während des Frühstücks zwei Zimmer im Harbor Hotel, das nur wenige Hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt ist.

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage läßt wenig zu wünschen übrig, sieht man davon ab, dass es heute recht kühl ist.

Kurz nach acht verlassen wir das Rodeway Inn und fahren zum südlichen Ende des Cliff Walks. In diesem Teil von Newport stehen zahlreiche Luxusvillen, Parkplätze hingegen sind Mangelware. Nach längerer vergeblicher Suche stellen wir das Auto beim Marble House, einem der "Mansions" an der Bellevue Avenue, ab und gehen rund 800 Meter bis zum Cliff Walk.

Der Cliff Walk ist mehr als 5 km lang. Nach einigen 100 Metern gelangen wir jedoch zu einem gesperrten Abschnitt, was uns die Entscheidung abnimmt, wie weit wir gehen sollen.

Wir kehren zum Auto zurück und fahren zu einem anderen Teil des Cliff Walks. Nahe der Narragansett Avenue befinden sich die "40 Steps", die zu einer Plattform hinunter führen, von der man einen schönen Blick auf die Klippen hat.

Dann ist es Zeit, Newport zu verlassen. Der Aldi ist auch heute geschlossen. Wir kaufen in einem anderen Supermarkt Getränke und Lebensmittel und essen bei McDonald's zu Mittag.

Die Fahrt nach Provincetown führt uns zu mehreren Leuchttürmen. Der erste befindet sich in Woods Hole.

Der Leuchtturm in Chatham wird von der U.S. Coast Guard betrieben.

Da der Leuchtturm in Truro zwar an der Ostküste, aber nicht unmittelbar am Meer steht, können wir ihn vor der untergehenden Sonne fotografieren.

Bei der Rückkehr zur Hauptstraße schneidet Peter einen Polizeiwagen. Blaulicht! Stopp am Straßenrand! Mit den Händen am Lenkrad warten, bis der Cop erscheint - eine Szene wie in einem Krimi. Der Polizist verlangt Peters Führerschein und überprüft ihn in seinem Auto. Wir dürfen dann aber nach einer Ermahnung ohne Strafmandat weiterfahren.

Der letzte Leuchttum des Tages in Provincetown ist von unserem Hotel aus zu sehen.

 

17. September 2013

USA Nordost, Tag 3 (16.9.2013)

Nach dem Frühstück (Bagels, Waffeln mit Ahornsirup, Toastbrot mit Butter und Marmelade, Cereals, Kaffee, Orangensaft - im Econo Lodge Motel im Preis inbegriffen) brechen wir um ca. 9 Uhr auf. Es regnet leicht. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir Mystic Seaport.

Das Freilichtmuseum Mystic Seaport, die Rekonstruktion einer Hafenstadt des 19. Jahrhunderts, ist das größte Marinemuseum der Vereinigten Staaten. Neben zahlreichen Gebäuden können auch mehrere Schiffe besichtigt werden, darunter die "Charles W. Morgan", das letzte erhaltene hölzerne Walfangschiff (erbaut 1841).

Mit dem im nächsten Foto zu sehenden Boot flüchteten einige Kubaner vor rund zwei Jahrzehnten in die Vereinigten Staaten. Als sie in Seenot gerieten, wurden sie von einem Kreuzfahrtschiff gerettet.

Christa entdeckt im Wasser eine Qualle - die erste, die ich je in freier Wildbahn gesehen habe.

Wir essen im Restaurant des Museums zu Mittag. Christa und Peter teilen sich eine Portion Fish and Chips, Christian und ich entscheiden uns für Hotdogs.

Um ca. 14 Uhr brechen wir auf. Der Regen hat längst aufgehört, es scheint sogar die Sonne, womit wir nach der Wettervorhersage für den heutigen Tag gar nicht gerechnet hatten. Wir verlassen Connecticut und gelangen nach Rhode Island, den kleinsten US-Bundesstaat (3100 Quadratkilometer). Nach rund 80 Kilometer Fahrt gelangen wir über die Verrazzano Jamestown Bridge und die Pell Bridge nach Newport.

Wir suchen uns ein Motel und laden die Koffer aus.

Über den Ocean Drive gelangen wir zum Fort Adams State Park. Das Fort ist aber bereits geschlossen.

Rechtzeitig vor Sonnenuntergang erreichen wir das kleine Castle Hill Lighthouse. Zwar werden wir wohl noch einige Leuchttürme sehen, es ist aber zweifelhaft, ob wir noch einmal Gelegenheit haben werden, einen Leuchtturm an der US-Ostküste vor der untergehenden Sonne zu fotografieren.

Anschließend fahren wir in die Innenstadt von Newport und spazieren durch den historischen District beim Washington Square. Obwohl es erst 20 Uhr ist, sind kaum noch Menschen unterwegs.

Bevor wir zum Motel zurückkehren, machen wir bei einem Aldi Halt (ich wußte bisher nicht, dass Aldi auch in Nordamerika vertreten ist). Obwohl das Geschäft eigentlich noch eine halbe Stunde offen sein sollte, ist es bereits geschlossen - vielleicht haben die Angestellten Frühschluss gemacht.

 

16. September 2013

USA Nordost, Tag 2 (15.9.1013)

Mein Körper ist noch auf Wiener Zeit eingestellt: nach vier Stunden Schlaf wache ich um 3:30 auf. Ich bleibe noch eine Weile liegen. Als sich die Erkenntnis durchsetzt, dass ich in dieser Nacht nicht mehr schlafen werde, beginne ich um ca. 5 Uhr, im Reiseführer zu lesen.

Kurz nach 7 brechen wir auf. Wir überqueren den Hudson River auf der George-Washington-Bridge.

Bei Greenwich verlassen wir die Autobahn I-95 und fahren auf der US-1 weiter. Nachdem wir in einem Supermarkt Lebensmittel eingekauft haben, besichtigen wir eine der zahlreichen Kirchen. Der Priester erzählt uns, dass sein Bruder in der internationalen Schule in Wien arbeitet.

Bei Westport wurde im Sherwood Island State Park ein Mahnmal zur Erinnerung an 9/11 errichtet.

Nach dem Mittagessen (McD., doppelter Quarterpounder mit Käse) fahren wir auf der I-95 nach New Haven. Hier spazieren wir durch die zentrale Grünanlage "The Green" und besuchen danach den Campus der Yale-Universität.

Bei Old Saybrook biegen wir ins Landesinnere ab. Wir kommen an zahlreichen Holzhäusern und weißen Kirchen (die typisch für Neu-England sind) vorbei.

Wir überqueren den Connecticut River mit einer Fähre...

... und besichtigen Gillette Castle, ein etwas kurioses Schloss, das im Auftrag des Schauspielers und Autors William Gillette in den Jahren 1914 - 1919 errichtet wurde.

Bei Sonnenuntergang treffen wir in Mystic ein. Wir beziehen Zimmer im Econo Lodge Motel und fahren danach in die Innenstadt, um im Mystic Pizza (bekannt aus einem Film mit Julia Roberts) eine... na was wohl... zu essen.

 

14. September 2013

USA Nordost, Tag 1 (14.9.2013)

Auf dem Foto unten ist die Grobplanung unserer Reiseroute zu sehen: In den ersten drei Wochen fahren wir die Strecke nördlich von New York (gegen den Uhrzeigersinn), die Fahrt nach Philadelphia, Washington und Atlantic City ist für die vierte Woche vorgesehen. Da es nur wenige Fixpunkte in Form bereits gebuchter Hotels gibt, kann es von der eingezeichneten Route aber durchaus kleinere Abweichungen geben.

Auf dem Weg zum Flughafen Wien-Schwechat regnet es leicht. Die Wettervorhersage für den Raum New York bis Boston sieht für die nächsten Tage aber nicht schlecht aus. Hier zunächst New York:

Und hier Boston:

Wir fliegen mit einem Airbus A320 von British Airways um 11:40 nach London und landen dort kurz vor 13 Uhr Ortszeit.

Der Flug über den Atlantik erfolgt mit einer Boeing 747 von Virgin Atlantic.

Der Abflug ist für 16:15 vorgesehen. Tatsächlich erfolgt der Start 25 Minuten später. Die Flugzeit bis zur Landung am Flughafen Newark beträgt 7 Stunden und 10 Minuten. Das grüne Formular, auf dem man früher z.B. angeben musste, ob man Kriegsverbrecher ist oder einen Terroranschlag plant, wird nicht mehr benötigt.

Nach den Grenzformalitäten inkl. Fingerabdruckabnahme bringt uns der Flughafenzug zur Autovermietung Dollar, wo wir einen weißen Minivan bekommen. Wir lassen uns dazu überreden, ein Gerät zur automatischen Bezahlung von Mautgebühren zu mieten - ob das billiger kommt als Maut immer erst im Anlassfall zu bezahlen, wird sich erweisen.

Wir haben schon vor einigen Wochen Zimmer im Howard Johnson Hotel Newark Airport reserviert, das etwa 5 km vom Flughafen entfernt liegt. Dort treffen wir um ca. 22 Uhr ein.

 

13. September 2013

USA Nordost, Tag 0 (13.9.2013)

Der Countdown läuft: morgen fliegen wir (das sind Christa, Peter, mein Bruder Christian und ich) nach New York für eine dreiwöchige Rundreise durch die Neuengland-Staaten. Die geplante Route führt uns zunächst die Küste entlang via Cape Cod und Boston bis zum Acadia Nationalpark, danach fahren wir landeinwärts bis zu den Niagara-Fällen und von dort zurück zum Big Apple. Christian und ich werden anschließend noch eine Woche in Philadelphia, Washington, Atlantic City und New York verbringen.

Natürlich habe ich vor, mit zahlreichen Fotos zurückzukehren. Im Bild unten ist der Inhalt meiner Fototasche zu sehen: eine Panasonic Lumix GH2 mit 5 Objektiven (7-14mm, 14-140mm, 100-300mm, 45mm Macro sowie ein 8mm Fischauge). Außerdem werde ich meistens auch das Stativ dabei haben.

Es darf gewettet werden, ob die Anzahl der Fotos fünfstellig werden wird.